Archive for the ‘Foreign Cycling’ Category

Wärmesensor für Radfahrer-Ampel

In Rotterdam wurde ein Wärmesensor für Radfahrer an der Kreuzung Churchillplein installiert. Der Sensor erkennt, wenn viele RadfahrerInnen an der Kreuzung warten und die Ampel schaltet dann für RadfahrerInnen schneller auf grün.

churchillplein

Wer holländisch versteht, kann sich das Interview mit Vizebürgermeister Pex Langenberg anhören.

 

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Radfahren in Kairo

Für uns Europäer wirkt der Straßenverkehr in Kairo chaotisch. Definitiv gelten hier andere Regeln als bei uns. Nach ein paar Tagen traue ich mich folgende empirisch abgeleitete Grundregel zu formulieren: Anstatt starrer, festgeschriebener Regeln, wird hier jede Begegnung zweier Verkehrsteilnehmer – wie am Basar – individuell verhandelt. Das dauert mitunter nur ein paar hunderstel Sekunden und dann ist entschieden, wer zuerst fährt. Wichtigstes Hilfsmittel dafür ist die Hupe, die melodiös und vor allem ohne Pause eingesetzt wird.

Das Radfahren im Alltag ist nicht besonders populär, auch wenn auf den Straßen einige Radfahrer zu sehen sind. Sehr bedauerlich ist es, dass es Frauen gesellschaftlich verboten ist, mit dem Rad zu fahren. Das Sitzen auf einem Fahrradsattel gilt als „unsittlich“, und zwar sowohl für islamische, als auch koptisch christliche Frauen. Aus diesem Grund dürfen Frauen auch nicht Moped fahren – nur als BeifahrerInnen im Damensitz.

cyclist_cairo

Für den Lastentransport hat das Fahrrad in Kairo eine gewisse Bedeutung.

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Am bekanntesten sind wohl die Brotlieferanten, die ihre Ware spektakulär auf dem Kopf balancierend zu den Geschäften führen. Ich habe leider keinen dieser radelnden Brot-Boten gesehen, aber es gibt den sehr empfehlenswerten Film Bike for Bread des Bicycle Film Festival, der einen Brotlieferanten portätiert.

bike4bread

Why is no one cycling in the Balkans?

At Velo-city2013 conference in Vienna, representatives of an NGO talked about Shkodra in Albania being THE cycling city in the Balkans, with a mode share of cycling of around 30 %. Back in 2013 I was wondering, whether Shkodra really is a unique case in the Balkans. Given the low average income rates in these countries compared to very high fuel costs and a lack of public transportation, cycling seemed a logical compromise in small cities or villages.

However, I was proven wrong. During a study trip with students from various universities in the Balkans and from the Vienna University of Technology, we travelled to several locations in the border region between Kosova, Macedonia and Albania. Our study group visited different Universities and Planning institutions, trying to get an overview of topics and priorities of spatial planning in the region. The Balkans are so close to Western Europe but it goes without saying, that challenges and developments for planning are different ones.

The issue of mobility is a big elephant in the room that everyone sees, but no one mentions. Transportation in the Balkans mainly focuses around motorized traffic, especially cars are an extremely important status symbols.

After years of war and other tragedies, cities and places in the Balkans have been rebuilt but it seems as no one is thinking of the ‘spaces in between’. In Pristina for instance many streets are unwanted shared spaces as cars park and drive everywhere and at the same time, people walk where they want and are respected by drivers, as there are no designated spaces each road user could call his or her own.

The big question mark in the different villages and cities we have visited were the bicycles. Where were they? Why don’t you see people riding around the villages on bikes? Distances to services, shops or visiting friends are perfect for cycling. The cities are lacking good public transportation, why don’t the people get on bikes? Maybe bicycles are a seldom good or quite expensive to buy. The only people to be seen on bikes were men, children or people using the bicycle as a popcorn machine or as other practical support.

Here are a few impressions (I wish I had more):

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bicycle popcorn machine, Durrës, Albania

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bicycle chair, Gjakova, Kosova

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bicycle chic? Gjakova, Kosova

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bicycle fishing, Durrës, Albania

Rechtsabbiegen bei Rot

Die Stadt Basel weitet den seit 2013 laufenden Pilotversuch zum Rechtsabbiegen bei Rot für RadfahrerInnen im Jahr 2015 aus. Ein Zusatzschild mit gelbem Fahrradsymbol zeigt an, dass auch bei roter Ampel rechts abgebogen werden darf. Von links kommende Autofahrer und Fußgängerinnen am Schutzweg haben selbstverständlich Vorrang.

basel_rechtsabbiegen

Und es gibt eine Ampel mit einer Alles-Grün-Phase für FußgängerInnen. Hier zeigt ein Warnblinker mit Fahrradsymbol an, dass RadfahrerInnen auch bei Rot queren dürfen – selbstverständlich haben FußgängerInnen auch hier Vorrang.

basel_queren_bei_rot

Fahrrad-Kreisverkehr in Zwolle

Dieser Kreisverkehr in Zwolle ist nur für Radfahrer durchgängig befahrbar. Für Autos ist die Durchfahrt entlang der Radhauptroute nicht möglich. Sehr clever 🙂

zwolle_1

zwolle_2

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Bike & Fly!

Bei einer Flugreise mit dem Fahrrad zum Flughafen radeln ist nicht alltäglich. Umso erstaunlicher, dass einige wenige Flughäfen das Fahrrad als Verkehrsmittel auf ihrer Anreise-Webpage anführen.

Der Flughafen Köln-Bonn bewirbt nicht nur die Anreise mit dem Fahrrad, sondern sogar zu Fuß! Fahrradstellplätze gibt es bei beiden Terminals.

koeln-bonn

Der Flughafen Hamburg hat sogar einen Radwegeplan für das Flughafenareal auf seiner Webpage.

hamburg

In München wird das Fahrrad nicht als Verkehrsmittel für die Anreise beworben, sondern um damit Ausflüge zum Flughafen zu machen.

muenchen

Erstaunlicherweise hat sogar der Vienna Airport einen Anreiseplan für Radfahrer. Hier werden vor allem die Zielgruppen Mitarbeiter und Ausflügler angesprochen.

vie

Empfehlen kann ich aus eigener Erfahrung einen Fahrrad-Flughafentransfer am Flughafen in Oulu. Veloviel hat bereits über die Winter-Fahrradhauptstadt im Norden Finnlands berichtet. Landschaftlich besonders wertvoll ist die Fahrt im Winter bei Schnee 🙂

oulu

Radfahrende Ziege

Juchu, Radfahren mit meinem Herrl macht Spaß 🙂 Und zum Geburtstag wünsche ich mir dann mein eigenes Fahrrad 😉

 

Gefilmt angeblich in Äthiopien …