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Fahrradi der Zukunft

Bei der Ars Electronica 2015 in Linz ging es um die Zukunft der Mobilität. In der Ausstellung Post City im leer stehenden Postgebäude beim Linzer Bahnhof wurde das erste selbstfahrende Auto in Österreich (Mercedes) präsentiert. Natürlich durften auch die Fahrräder der Zukunft nicht fehlen.

Der ‚Fahrradi Farfalla FFX‘ des österreichischen Künstlers Hannes Langeder ist ein Muscle Car. Im Inneren steckt kein Motor sondern ein Fahrrad. Nicht ganz so rasend schnell wie ein Ferrari, aber ziemlich nobel!

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Power mum?

Foto 2

Vienna, 26 July.

Why is no one cycling in the Balkans?

At Velo-city2013 conference in Vienna, representatives of an NGO talked about Shkodra in Albania being THE cycling city in the Balkans, with a mode share of cycling of around 30 %. Back in 2013 I was wondering, whether Shkodra really is a unique case in the Balkans. Given the low average income rates in these countries compared to very high fuel costs and a lack of public transportation, cycling seemed a logical compromise in small cities or villages.

However, I was proven wrong. During a study trip with students from various universities in the Balkans and from the Vienna University of Technology, we travelled to several locations in the border region between Kosova, Macedonia and Albania. Our study group visited different Universities and Planning institutions, trying to get an overview of topics and priorities of spatial planning in the region. The Balkans are so close to Western Europe but it goes without saying, that challenges and developments for planning are different ones.

The issue of mobility is a big elephant in the room that everyone sees, but no one mentions. Transportation in the Balkans mainly focuses around motorized traffic, especially cars are an extremely important status symbols.

After years of war and other tragedies, cities and places in the Balkans have been rebuilt but it seems as no one is thinking of the ‘spaces in between’. In Pristina for instance many streets are unwanted shared spaces as cars park and drive everywhere and at the same time, people walk where they want and are respected by drivers, as there are no designated spaces each road user could call his or her own.

The big question mark in the different villages and cities we have visited were the bicycles. Where were they? Why don’t you see people riding around the villages on bikes? Distances to services, shops or visiting friends are perfect for cycling. The cities are lacking good public transportation, why don’t the people get on bikes? Maybe bicycles are a seldom good or quite expensive to buy. The only people to be seen on bikes were men, children or people using the bicycle as a popcorn machine or as other practical support.

Here are a few impressions (I wish I had more):

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bicycle popcorn machine, Durrës, Albania

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bicycle chair, Gjakova, Kosova

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bicycle chic? Gjakova, Kosova

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bicycle fishing, Durrës, Albania

Cycling Paradise Japan

Manche Stimmen behaupten, Japan sei die weltweit drittgrößte Fahrradnation gleich nach Dänemark und den Niederlanden. Diese Behauptung ist sicherlich mutig, doch nach nur einigen Tagen in verschiedenen Städten im Südwesten der Hauptinsel Japans kann diesen Gedanken auf jeden Fall nachvollziehen.

Auch wenn Japan kaum etwas in die Radverkehrsförderung investiert, es weder Radwege noch Radfahrstreifen noch Beschilderungen für RadfahrerInnen gibt, finden die japanischen RadlerInnen ihren Platz – dieser ist meist am Gehsteig.

Die Hauptstraßen in Kyoto und Hiroshima sind großzügig für den Kfz-Verkehr ausgerichtet. Mancmal stehen 3 bis 4 Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung und im Gegensatz dazu sind für Fußgänger meist nur schmale Gehsteige vorhanden. RadfahrerInnen fahren anscheinend ungern auf den stark befahrenen Straßen und tummeln sich auf den Gehsteigen – was ihnen seit Anfang der 1970er Jahre auch erlaubt ist. Damals boomte der Automobilverkehr, viele JapanerInnen schafften sich Autos an und dementsprechend stieg auch die Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle, vor allem mit RadfahrerInnen.

Trends gehen heute in die entgegengesetzte Richtung: weniger JapanerInnen kaufen sich ein Auto und mehr Leute fahren Rad und somit steigt die Anzahl an Konflikten und Zusammenstößen auf den Gehsteigen. Trotz allem funktioniert das Zusammenleben von FußgängerInnen und RadfahrerInnen auf den oft sehr engen Gehsteigen recht gut, beide Parteien sind sehr achtsam und tolerienen sich gegenseitig – eine unvorstellbare Situation in Wien und anderen Städten Europas! Dies hängt allem Anschedin nach vor allem auch mit der japanischen Kultur zusammen, die von Toleranz und Disziplin geprägt ist. Höflichkeit und Respekt prägen die japanische Kultur, was sich auch in der sehr niedrigen Kriminalitätsrate widerspiegelt. Widerum unvorstellbar als Wienerin ist der Respekt vor dem Eigentum des anderen – die meisten Fahrräder der JapanerInnen sind neu und chic, trotzdem gibt es kaum ein Rad im öffentlichen Raum das abgesperrt oder angekettet ist!

Interessanterweise gibt es in Japan kaum Parkplätze im öffentlichen Raum, manche Häuser verfügen im Erdgeschoß über private Garagen. Ein spontanes Parken des eigenen Autos scheint hier in der Stadt fast unmöglich zu sein, außer man kann in einer privaten Parkgarage oder auf einem privaten Parkplatz stehen. Will man den FußgängerInnen oder RadfahrerInnen daher mehr Platz im Stadtverkehr schaffen, gibt es nur zwei Optionen: Fahrstreifen reduzieren oder Häuser abreißen…..

Hier einige Eindrücke aus Kyoto und Hiroshima: Image

Vor Zusammenstößen mit FußgängerInnen wird gewarnt

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Ein klassisches japanisches „Mamachari“ – vorne und hinten ein Kleinkind, sieht man hier sehr oft. Radelnde Kinder sind mir dafür noch nie untergekommen.

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RadfahrerInnen drängen sich an einer engen Busstation durch die Passanten. FußgängerInnen werden hier kaum angeklingelt, um sich als RadfahrerIn freie Fahrt zu verschaffen (gilt anscheinend als unhöflich). Entweder man wagt ein oft sehr knappes Überholmanöver oder gondelt langsam hinter den FußgängerInnen her, bis man gesehen wird. (Hiroshima)

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Neben Fußgängerübergängen gibt es eigene Fahrradstreifen, genutzt werden sie jedoch von beiden, FußgängerInnen und RadlerInnen – und das auch nicht zwangsweise.

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Kreative Lastenräder….

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TU Japanexkursion 2013: http://japanexkursion2013.blogspot.co.at/