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Christmas bikes are ringin‘

Weihnachten ist vorbei, die Christbäume entsorgt … nur der weihnachtlich geschmückte Christmas Biker ist noch immer auf Wien’s Straßen unterwegs. Mit Beleuchtung, Outfit & Sound ein eyecatcher der seinesgleichen sucht. Dafür verleiht Veloviel das Spezialprädikat „King of the Road“. Bitte die Farbwechsel der Lichterketten auf den Fotos beachten!

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Car greenwashing with bikes

Es ist ja kein neues Phänomen, dass sich Autowerbungen des Fahrrades als Symbol für umweltfreundlichen Verkehr, Lebensgefühl und lifestyle bedienen. Aber dieser VW-Werbespot treibt es wohl auf die Spitze.

Quizfrage: sieht man in dem Spot mehr VW-Autos oder RadfahrerInnen???

 

Radstation Salzburg

Seit 2015 gibt es beim östlichen Zugang zum Salzburger Hauptbahnhof die Radstation Schallmoos. Selbst an einem frostigen Tag im Dezember ist die Radstation sehr gut genutzt.

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Die Radstation bietet Platz für 600 Fahrräder in Doppelparkern. Die Lage direkt neben den Gleisen ist optimal, die Züge sind auf kurzem Weg erreichbar. Das geschwungene Dach über dem Bahnhofplatz schützt vor Regen und Schnee.

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In der Radstation gibt es einen Radshop, wo man Lastenräder ausborgen kann.

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Außerdem stehen 64 anmietbare Radboxen zur Verfügung – für alle jene, die ihr Fahrrad 100% diebstahlsicher parken möchten.

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Wärmesensor für Radfahrer-Ampel

In Rotterdam wurde ein Wärmesensor für Radfahrer an der Kreuzung Churchillplein installiert. Der Sensor erkennt, wenn viele RadfahrerInnen an der Kreuzung warten und die Ampel schaltet dann für RadfahrerInnen schneller auf grün.

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Wer holländisch versteht, kann sich das Interview mit Vizebürgermeister Pex Langenberg anhören.

 

Historischer Lückenschluss auf der Wiener Ringstraße

Es war im Jahr 1984, als Wien’s Bürgermeister Helmut Zilk einen Radweg auf der Wiener Ringstraße ankündigte. Bei der Umsetzung waren dem Bürgermeister die Beamten nicht schnell genug, was ihn laut Überlieferungen zur Aussage hinreißen ließ „Wenn das nicht bald geschieht, nimm’ i selber einen Kübel Farbe und mal das!“ Ein Jahr danach, 1985, eröffnete Zilk dann tatsächlich das erste Teilstück.

Im Jahr 2016 – also 22 Jahre später – wurde nunmehr die letzte Lücke beim Schottentor geschlossen und der Ring-Rund-Radweg ist jetzt sowohl innen, als auch außen durchgehend in beiden Richtungen befahrbar. Nachfolgend einige Fotos des kürzlich fertig gestellten Lückenschlusses.

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Die lange Zeit fehlende Querung der Währinger Straße konnte kurioserweise nur deshalb errichtet werden, weil ein Zebrastreifen für FußgängerInnen provisorisch während einer Baustelle genehmigt und dann – auf typisch wienerische Art – belassen wurde. Damit war der Weg frei für die Radquerung daneben.

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Auf dem Foto oben sieht man die (verzweifelten?) Versuche, die Warteflächen für abbiegende RadfahrerInnen zu strukturieren und gleichzeitig StVO-konforme Haltelinien anzubringen.

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Für alle verkehrstechnisch Interessierten werden anhand von diesem und dem vorangegangenen Foto einige Widersprüche kommentiert:

  • In Blickrichtung gilt für RadfahrerInnen ebenso wie für die Autos die große Ampel, das heißt „Stehenbleiben“ bei rot. In der Gegenrichtung – siehe voriges Foto – hat man auf die Ampel vergessen, das heißt RadfahrerInnen dürfen auch fahren, wenn die querenden FußgängerInnen grün haben. Psst, nicht weitersagen, sonst wird diese Ampel womöglich noch ergänzt!
  • Der Ampelsteher steht viel zu nahe am Radweg. Es besteht die Gefahr, mit dem Lenker hängen zu bleiben. Außerdem ist das Verkehrszeichen am Ampelsteher zu tief montiert. Achtung, bitte dort nicht den Kopf verletzen und schön Abstand halten – aber auch auf entgegenkommende RadlerInnen achten, weil es dort sehr schmal ist.
  • Wäre man sehr pedantisch, könnte man auch hinterfragen, wieso der Radweg an der Ampel aufhört (Verkehrszeichen Radweg Ende) und erst dahinter wieder anfängt. Was ist das Territorium dazwischen? In der anderen Fahrtrichtung gibt es jedenfalls keine Unterbrechung.
  • Am vorherigen Foto sind drei „Einfahrt verboten“-Schilder zu sehen, die natürlich für den Kfz-Verkehr gedacht sind. Aber gemäß StVO dürfte ich dann als RadlerIn auch nicht dort fahren, wenn kein Zusatzschild „ausgenommen Radfahrer“ angebracht ist.
  • Und eine Feinheit am Rande: offensichtlich haben sich die Bodenmarkierer auch nicht leicht getan, weil zuerst haben sie falsch markiert und mussten das wieder ändern – zu erkennen an den „abgeschliffenen Aspaltstreifen“ am Radweg, wo die Markierung wieder weggefräst wurde.

Abschließend ein Blick in die Zukunft: in der jüngeren Vergangenheit wurden Konflilktstellen bei der Oper und beim Schottentor (innen) deutlich entschärft. Mit großer Sicherheit wird der Ring-Rund-Radweg in dieser Form nicht so bleiben, sondern in Zukunft noch öfters saniert und verbessert werden. Wie eine Zukunftsvisionen für den Ring aussehen könnten, haben zwei Studien von Gehl und Barcelona Regional aufgezeigt. Hier ein visionärer Querschnitte für die Wiener Ringstraße von Barcelona Regional:

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Radfahren in Kairo

Für uns Europäer wirkt der Straßenverkehr in Kairo chaotisch. Definitiv gelten hier andere Regeln als bei uns. Nach ein paar Tagen traue ich mich folgende empirisch abgeleitete Grundregel zu formulieren: Anstatt starrer, festgeschriebener Regeln, wird hier jede Begegnung zweier Verkehrsteilnehmer – wie am Basar – individuell verhandelt. Das dauert mitunter nur ein paar hunderstel Sekunden und dann ist entschieden, wer zuerst fährt. Wichtigstes Hilfsmittel dafür ist die Hupe, die melodiös und vor allem ohne Pause eingesetzt wird.

Das Radfahren im Alltag ist nicht besonders populär, auch wenn auf den Straßen einige Radfahrer zu sehen sind. Sehr bedauerlich ist es, dass es Frauen gesellschaftlich verboten ist, mit dem Rad zu fahren. Das Sitzen auf einem Fahrradsattel gilt als „unsittlich“, und zwar sowohl für islamische, als auch koptisch christliche Frauen. Aus diesem Grund dürfen Frauen auch nicht Moped fahren – nur als BeifahrerInnen im Damensitz.

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Für den Lastentransport hat das Fahrrad in Kairo eine gewisse Bedeutung.

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Am bekanntesten sind wohl die Brotlieferanten, die ihre Ware spektakulär auf dem Kopf balancierend zu den Geschäften führen. Ich habe leider keinen dieser radelnden Brot-Boten gesehen, aber es gibt den sehr empfehlenswerten Film Bike for Bread des Bicycle Film Festival, der einen Brotlieferanten portätiert.

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Frauen-Fahrradkultur in Lienz

In diesem blog wurde bereits 2012 über Lienz, die unbemerkte Fahrradhauptstadt Österreichs mit 39% Fahrradanteil gepostet. Unübersehbar ist, dass die Fahrradkultur in Lienz maßgeblich von Frauen getragen wird, denen ich diesen Spezial-Beitrag widme.

Die typische Lienzer Radfahrerin ist elegant gekleidet und schiebt ihr Rad durch die Fußgängerzone, wiewohl dort das Radfahren im Schritttempo erlaubt ist.

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Die jungen Lienzerinnen sind auch schon sehr selbstbewusst fahrradmobil 🙂

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Die Tochter radelt voran …

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… und die Mama hinterher.

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Mit Fahrrad flirtet sich’s in Lienz auch sehr gut 😉

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Und immer Stil bewahren 🙂

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Wer glaubt, ich hätte mich mit der Kamera tagelang auf die Lauer gelegt, irrt. Die Fotos sind alle innerhalb von 30 Minuten aufgenommen!!

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Und zum Abschluss schöne (Damen-)Fahrräder in der Fußgängerzone geparkt 🙂

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